Die ersten 5 Arbeitstage als Housekeeper sind nun vorbei. Housekeeping ist halt... Housekeeping, auf gut deutsch Putzfrau. Nach den 5 Tagen sind wir Vollprofis im Bettenmachen, Bad und Küche putzen, im dusting und vacuuming. Man hat man dann doch schon einige Leute kennen gelernt und für sich herausgefunden, mit wem man besser und mit wem man schlechter zusammen arbeitet. Da eh eg alle iwie neu sind oder noch nicht lange da ist das alles ein bisschen wirr, aber es funktioniert irgendwie. An sich sind alle sehr nett, und an Deutschen mangelt es dort auch nicht. Irgendwie ziehen die sich hier alle magisch an. Aber wie kann es auch anders sein, wenn man die Facebook-Gruppen verfolgt will jeder nach Banff oder ist schon da. Da es kein besonders großer Ort ist, muss man sich ja über den Weg laufen. Sonst arbeiten viele Filipinos im Housekeeping und einige Afrikaner (für uns nicht genauer zu definieren, woher). Manchmal ist da die Kommunikation etwas schwierig, da das Englisch bei einigen doch nicht so super ist bis dahin, dass kein Gespräch möglich ist. So gemein das klingt, aber das ist halt doch ein ganz anderes Bildungsniveau, als wir sont so gewohnt ist. Das sind dann eher unkommunikative, öde Arbeitstage. Aber so ist das halt, außerdem sind wir ja hier, um unseren Horizont mal ein bisschen zu erweitern und über den Tellerrand rauszuschauen. Nett waren sie bisher eg fast alle.
Zeit, wirklich mal Banff anzuschauen haben wir ja bisher noch nicht wirklich gehabt. Nach der Arbeits einkaufen und mal ein bisschen rumgucken, klar, aber bis gestern war uns nicht bewusst, dass es hier z.B. einen Fluß gibt und nen See (die wir immer noch nicht gesehen haben, aber er ist wohl da ;) ). Unsere Staff Accom ist Downtown und das ist natürlich ziemlich praktisch. Man kann hier sowieso überall hinlaufen, dass macht einkaufen etc natürlich sehr einfach (außer natürlich zum Hotel, das ist leider auf einem Berg. Also werden wir entweder von den anderen Deutschen aus unserer Staff Accom mitgenommen (das ist natürlich super praktisch) oder eben mit dem Bus).
Das ist auch wieder eine Sache, die Staff Accom. Aber man gewöhnt sich an alles, was man so nach den paar Tagen hier sagen kann. Immerhin sind die Krissy und ich zusammen in einem Zimmer :) Seit wir hier wohnen, geben wir auch viel weniger Geld aus. So weit so gut. Trotzdem wir der erste Paycheck mit Sehnsucht erwartet ;) - endlich mal ein 'Plus'.
Nach Skisachen haben wir uns an den Abenden auch schon ein bisschen umgesehen und auch bereits Handschuhe und eine Skihose erstanden. Das war ok vom Preis, da haben wir wohl ein Schnäppchen gemacht, den sonst ist das hier eher ein teurer Spaß. Die Gerüchte, dass es hier günstiger ist, kann ich soweit noch nicht bestätigen. Selbst für richtig abgefuckte Rentals vom letzten Jahr wollen die hier noch 400 Dollar. Ganz schön heftig. Und dann hab ich noch keine Schuhe und keine Stöcke und keine Jacke. Sparen an Jacke etc kommt eg nicht in Frage, denn wenn es hier -30 Grad wird, möchte ich kein Scheiß Zeug haben. Am Samstag ist ein Skimesse, da werde ich nochmal die Lage sondieren. Ich habe beschlossen, auf die Suche nach nem 2. Job für so 2 oder 3 Abende die Woche zu suchen. Das wird zwar hart, aber dann bleibt dann hoffentlich vom Geld noch ein bisschen übrig, damit unser Roadtrip im Frühling starten kann unf auch, damit ich nicht die 10 Jahre alten Ski fahren muss.
Die Jobsuche haben wir jetzt auf Mittwoch verschoben, da alle Copyshops wo man drucken kann nur bis 5.30 aufhaben. Und, weil wir mit den anderen Housekeepern was gemacht haben und tatsächlich einfach zu müde waren ;) Aber wahrscheinlich ist es eh besser, mal an einem ruhigen Mittag mal irgendwo reinzuschneien. Wir werden sehen. Da ich effektiv ja nicht muss (das ist wirklich eine Umstellung, mal nichts wirklich zu müssen), sondern es nur schön wäre mehr Geld zu haben... dahin geht es mit uns, laut Aussage der anderen Deutschen ändert man schon so ein bisschen seine Grundeinstellung. So weit nicht tragisch. Ein bisschen Angst hab ich vor der Welle der Deutschen, die hier bald anstürmt, aber ich hoffe, wir sind noch ein bisschen vor den Massen dran. Am Samstag ist nämlich eine Jobfair und ab da wirds wohl voll. Aber Kanada ist auch Kanada. Hab zwischenzeitlich noch ein paar weitere Jobangebote bekommen und somit mache ich mir eg grade noch keine Sorgen. Wenn man nicht wählerisch ist, geht alles.
Also, keep your fingers crossed dass die Restaurants hier natürlich nur uns, und zwar genau uns einstellen wollen! ;D ;D ;D
Anna
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen