Donnerstag, 11. Dezember 2014

Höhen und Tiefen oder auch: Warum ich Banff verlassen habe und doch wieder zurück gegangen bin

Hallo ihr Lieben!

Sehr viel ist passiert in den letzten Tagen und nicht alles war gut davon. Aber ich werde einfach von vorne anfangen. Ich bin euch allen mal wieder einen längeren Bericht schuldig und meine Erlebnisse der letzten Wochen bieten auch genug Material.

Zunächst einmal ein kleiner Schneebericht: Vor etwa 2 Wochen hatten wir hier einen massiven Schneesturm! So sah es in Banff danach aus:
Eingeschneites Auto... Dauer des Ausschaufelns: 45 min!
Der Moment, wenn man vom Gehweg über einen Berg auf die Straße klettern muss...
Die Temperaturen erreichten Tiefstwerte von -38°C! Das ist wirklich das Kälteste, in dem ich je war!!! Da fällt dann schonmal das Atmen schwer. Skifahren haben wir auch inmitten des Schneesturms einmal ausprobiert, mein erster Skitag in Kanada! Krankheitsbedingt und Schneesturmbedingt war das nicht der idealste Tag, aber es war trotzdem ein wunderbarer Tag an dem wir viel Spaß hatten!
Die Arbeit hier im Catering hat uns in dieser Zeit die letzten Kräfte gekostet. 10-13 Stunden Schichten waren an der Tagesordnung und freie Tage gab es auch nur sehr selten.

Nur wenige Tage nach dem Schneegestöber war es dann soweit und ich musste Abschied nehmen von meinem lieb gewonnenen neuen Zuhause in den Rockies und all den lieben Leuten hier. Auf ging es für mich ins 3.5-Stunden entfernte Castle Mountain Resort um meinen kanadischen Traum zu leben, Skilehrer in den Rocky Mountains zu sein! Der Abschied von Banff ist mir sehr schwer gefallen. Alle meine lieb gewonnen Freunde von hier waren an meinem letzten Abend da und am Ende war das ganze sehr tränenreich meinerseits und ich musste verfrüht nach Hause gehen, da ich nicht mehr wirklich vorzeigbar war und Spaß auch etwas anderes ist.
Nach dem ein oder anderen Problem bei Ankunft (ich wurde in ein Zimmer mit 2 Personen gesteckt dass nicht wirklich für 3 Personen ausgelegt war) und dessen Lösung (es ging dann doch ein Zimmer nur mit 1 Person zu teilen nachdem ich klar gemacht habe dass das so absolut nicht funktioniert) haben wir das Pub da ausgetestet und ich habe meinen neuen Boss und einige andere der Skilehrer kennengelernt. Am nächsten Tag gab es das 1. Training und ich habe festgestellt: Kanadier fahren anders Ski!!! Uns 2 Europäer (eine Tschechin und Ich) konnte man sofort herauserkennen. So arbeiteten wir einen ganzen Tag an unserem 'kanadischen Stil' (Ted Ligety lässt grüßen) und den Sonntag habe ich dann ebenfalls damit verbracht, mit noch 2 anderen daran zu arbeiten. Soweit, so gut. Das klingt jetzt alles sehr positiv und das war es auch. Das Skifahren: Exzellent! Das Training: Sehr lehrreich. Würde ich gerne (und werde es auch) weiter daran arbeiten, denn das macht eigentlich alles ziemlich viel Sinn und ermöglicht, mal über den europäischen Tellerrand herauszuschauen. Montag und Dienstag waren dann erstmal frei, für Mittwoch war Staff Orientation angesetzt.

Leider hat sich das Drumherum als weniger positiv herausgestellt. Es ist 50 km von der nächsten Ortschaft (wusste ich davor, aber wie weit das wirklich ist... das merkt man erst wenn man die Gravel Road entlang ins Nirgendwo fährt) und dort gibt es Trailer, eine Day Lodge (nur geöffnet wenn die Lifte geöffnet sind) und ein Pub. Das ist eigentlich ganz nett, aber hat leider horrende Preise: 18$ für eine Pizza, 8$ für ein Bier... Das übersteigt sogar das Banff Niveau... Dazu kommt: kein Handyempfang (damit kann ich Leben), die Sache mit dem Zimmer gleich mal... Ja. Und das WLAN. Wurde versprochen, aber funktionierte im Endeffekt alle halbe Stunde mal etwa für 5 min. Nicht gerade ideal, ich konnte nichtmal meinen Eltern und meinen Freunden hier in Banff Bescheid sagen, dass ich lebend angekommen bin. Musik o.ä. über das Internet hören: völlig unmöglich. Mein Plan war ja, dass das Skifahren dass alles wett macht.

All die äußeren Umstände führten also zu etwa 50 extrem gelangweilten jungen Leuten. Die Arbeitstage enden früh (spätestens um 4.30 ist jeder fertig) und so gab es viel freie Zeit, Mo und Di waren ja sogar komplett frei. Nachdem Nintendo spielen nicht für jeden die Erfüllung ist (nach 4 Stunden Mario Kart reicht es dann doch auch mal) gab es dort gleichmal eine Party. Und noch eine. Und noch eine und noch eine. Man feierte also durchgehend und trank aus Langweile und spielte Nintendo. Soweit, so gut, nichts gegen eine gute Party, aber es ist mir zuwider aus reiner Langeweile zu trinken und ich habe ziemlich schnell festgestellt, dass Gras nicht die einzige Droge im Umlauf ist. Sprich diese Parties bestunden aus ziemlich vielen Leuten, die ziemlich schnell ziemlich high waren und gerne bis 4 Uhr in der Nacht Bongos gespielt haben. Ja, ihr habt richtig gelesen, sie haben Bongos gespielt. Vor meiner Zimmertür. An Schlafen war also nicht wirklich zu denken. Da hat natürlich stark auf meinen Gemütszustand gedrückt, der von Anfang an nicht sehr positiv war.

Ich habe versucht, tagsüber beschäftigt zu sein und versucht, mich einzuleben. Wir haben zusammen das kanadische Manual angeschaut, waren ein bisschen wandern und auch Schneeschuhwandern, aber alles in allem wurde ich unglücklicher und unglücklicher. Die Nachmittage verbrachte ich als heulendes Häufchen Elend in meinem Zimmer und ich habe hin und her mit mir gerungen, ob ich es nun probieren soll, ob ich es überhaupt genug probiere und was die richtige Entscheidung ist, ob Zurückgehen die Lösung ist, ob ich grundsätzlich gerade zu negativ bin und überhaupt, einfach mit allem. Ich hatte wahnsinnig viel Zeit zum Nachdenken, über meine bisherige Zeit hier, wie es weitergehen soll und was eigentlich so alles passiert ist. Also heulte ich abwechselnd und zwang mich, damit aufzuhören und nicht völlig durchzudrehen und positiver zu sein und das alle ergab einen Strudel an Gefühlen und komischen Momenten.

Ein Skype Gespräch mit der Sandra (hier einmal herzlichste Grüße ins ferne Australien) hat mir sehr geholfen sowie Gespräche (so gut das halt geht one wirklich funktionierendes Internet) mit meinen Eltern und: Selbstreflexion. Diese 4 Tage waren so außerhalb meines Wohlfühlniveaus, so außerhalb von dem, wie ich mich selbst kenne, dass das einfach nicht das Wahre sein kann. Ich bin nicht unentschlossen, ich heule nicht 4 Tage am Stück und schon gar nicht ist es mir jemals so schlecht gegangen. Wirklich. Das war eine total seltsame Erfahrung und ich möchte diese vorerst auch nicht wieder erleben.

Wenn ich eins hier gelernt habe in Kanada, ist es, dass Entscheidungen nicht in Stein gemeißelt sind und man auch nicht immer den einmal eingeschlagenen Weg einbehalten muss. Es hat mich eine Menge Tränen und eine Menge Zweifel an mir selbst gekostet, aber ich kam dann zum Entschluss, dass ich so zumindest nicht leben kann und auch kein Skifahren der Welt all diese negativen Surroundings aufwerten kann. Kaum habe ich die Entscheidung getroffen, kam dann auch endlich wieder ich selbst zurück. Und die Entscheidung habe ich für mich selbst getroffen. Die Gespräche mit den Leuten haben geholfen, aber im Endeffekt musst eich diese Entscheidung treffen weil sie für mich das beste war und die Meinung anderer Ausblenden.

An meinem Geburtstag (gestern) habe ich also wieder die Rückreise angetreten. Meinen alten Job kann ich soweit wiederhaben, mein Zimmer hab ich auch wieder und ich habe dann gleich erstmal einen schönen Abend mit zumindest einem Teil meiner Banff Family verbracht. Und das hat sich einfach gleich so viel besser wieder angefühlt.

Klar, hier ist es auch nicht perfekt und so, wie es vorher war, wird es auch nicht wieder werden, aber es ist eine auf jeden Fall eine deutliche Verbesserung. Ich werde in den nächsten Tagen mal ein paar deutsche Reiseveranstalter und auch hießige Skischulen aufsuchen, um mir evtl einen Part-Time Job zu suchen, aber vorerst bin ich erstmal zurück und muss sehen, dass sich hier alles wieder einpendelt.

Auf den Besuch meiner Eltern in nun weniger als 2 Wochen freue ich mich sehr und dann ist ja auch Weihnachten und alles... Die krissy und ich haben heute erstmal Kerzen besorgt und einen Mini-Adventskranz gebastelt, ich habe Weihnachtsgeschenke gekauft und bin nun endlich endlich soweit, mich auf Weihnachten zu freuen und wieder meine Zeit hier zu genießen!

In diesem Sinne, einen schönen Abend euch allen,
ich werde jetzt auf einen gemütlichen Drink ins hießige Irish Pub gehen und wir werden uns dort an den Kamin setzen und einfach einen netten Abend haben.

<3 Grüße aus Banff!

Mittwoch, 12. November 2014

Schnee in Banff

So, jetzt ist es soweit! Es hat geschneit in Banff!!! Natürlich freut man sich, aber der Nachteil an der ganzen Sache ist, dass es mit dem Schnee auch einfach so von heute auf morgen von +8°C nach -22°C gegangen ist. Und das ist kalt. Das ist wirklich wirklich kalt, vor allem, wenn man eigentlich eher unvorbereitet ist. Nichts da, 'Übergang' oder ähnliches. Aber jetzt nach etwa 3 Tagen gehts langsam. Ich denke, man gewöhnt sich wirklich dran... Mit genug langen Unterhosen und Unterhemden geht das schon ;)
Und es stimmt tatsächlich: Der Schnee ist wahnsinnig trocken hier. Es gibt keinen Matsch und so wirklich einen Schneeball machen oder ähnliches funktioniert auch so gar nicht. Fürs Skifahren reichts noch nicht ganz (auch wenn die Skigebiete alle gerade aufmachen), aber ich denke mal zum Skifahren komme ich noch genug sobald es für mich nach Castle geht.

Ansonsten arbeite ich gerade viel, da viel zu tun ist und suche nach einem Auto. Ich hoffe, das klappt noch bevor es losgeht. Kanadier haben es ja wenig eilig und sogar ich gewöhne mich langsam da dran.

Die letzen beiden Tage hatten wir dann doch mal frei.Wir waren mexikanisch Essen, im Irish Pub, beim Karaoke (ja ich habe sogar gesungen) und am Dienstag gab es eine große Tour ganz nach dem Motto Kanada im Schnee erleben. Wir sind nochmal zum Lake Louise gefahren (waaaaaaaahnsinnig kalt wars da), zum Emerald Lake und dann noch zum Johnston Canyon. Das Wetter war traumhaft schön und es sind mal wieder wunderbare Bilder entstanden! Leider ist das Internet heute so schlecht (manchmal tut es das hier) dass es einfach zu lange dauert, irgendwas hochzuladen. Bilder folgen also morgen ;)

Update: Bilder!!!! Sehr schwer zu entscheiden welche, aber das ist ein Auzug davon :)
Lake Louise at -22°C!
Gruppenbild :)
SNOW!
Emerald Lake
Photobombing at Emerald Lake
Johnston Canyon

Lower Falls



Also, ich lebe noch (wobei ich am ersten Tag bei -22°C und nicht funktionierender Heizung in unserem Zimmer mal kurz gedacht habe dass es bald zuende geht ;) ) Aber die Heizung ist repariert und somit kommt man wenigstens ins warme Zimmer nach Hause!

Morgen gibts nochmal Bilder,
bis dahin viele - verschneite Grüße aus Banff!

Dienstag, 28. Oktober 2014

Sulphur Mountain

Huhu,
gestern haben wir einen Ausflug auf den Sulphur Mountain unternommen! Man braucht etwa 2 Stunden, um dort hochzulaufen und kaum zu glauben, aber es hat sogar Spaß gemacht! Mal sehen ob ich dem Wandern irgendwann doch nochmal mehr abgewinnen kann, wer weiß.
Zu sehen gab es dort eine traumhafte Aussicht und Schnee. Und kalt wars. Richtig richtig kalt... Ich schätze mal so -10. Trotzdem war es das ganze Frieren und Hochlaufen wert! Da ich gerade zu faul bin, um mehr zu schreiben, gibt es einfach Fotos!

Hiking up
Schwarz-weiß
Surreale wunderschöne Welt!
Made it to the top ;)
Beautiful Rockies
Travel buddies
Aussicht!

Ever-present Canadian Flag!

So, das wars dann auch mal wieder! Morgen gehts erstmal nach Vancouver auf das Jake Bugg/Black Keyes Konzert und für Halloween! Juhu!

Viele Grüße,
Anna-Lena

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Das Leben, wie es sein sollte

Hallo ihr Lieben,
hier erstmal eine Entschuldigung für das Ausbleiben von Blogeinträgen in der letzten Zeit. Dazu kommt gleich die Vorwarnung, dass das ab jetzt auch nicht mehr wirklich öfter passieren wird. Mir fehlt einfach die Zeit dafür und zudem lässt es sich auch einfach nicht wirklich in Worte fassen, was man alles so erlebt und sieht. Ich versuche tortzdem, euch einigermaßen auf dem Laufenden zu halten und euch ein paar meiner unendlich vielen Bilder zu zeigen.

Unser Leben in Banff lässt im Moment wenig bis keine Wünsche offen. Ich bin immer noch begeistert von diesem wunderbaren kleinen Örtchen inmitten der Berge und jeden Morgen und Abend aufs Neue fasziniert von der atemberaubenden Kulisse. 

Banff Sunset
Das Allerbeste ist, dass wir heute sogar unseren Housekeeping-Job kündigen konnten, da wir morgen als Banquet Server (also Kellner) in einem anderen Hotel anfangen. Sozialer Aufstieg, könnte man sagen ;) Aber trotz allem - es war das Beste, was uns passieren konnte, erst im Dougie als Housekeeper zu arbeiten, da wird dort einfach wirklich tolle Leute kennengelernt haben!!! Die Arbeit wird weder weniger noch weniger hart werden, aber besser als Klos und Küchen putzen ist es allemal. Wir sind gespannt auf morgen!!!! Can't wait!

In den letzten Wochen sind einige wundervolle Dinge passiert. An Thanksgiving, das hier groß gefeiert wird, gab es ein richtiges Dinner mit Truthahn und allem, was man sonst nur aus den amerikanischen Filmen kennt. Einer vom Front Desk ist eigentlich Koch und es war wirklich einfach  delicious, wunderbar, amazing. Anders kann mans nicht sagen. Wahnsinn! Es gab Turkey, Mashed Potatoes, Glazed Carrots, Beef und Salmon Tartar, Caesar Salad, Stuffing... Und als Nachtisch Schoko-Coockie Crumble Kuchen. Ihr könnt euch vorstellen, wie wir danach nach Hause gekugelt sind ;)))
Thanksgiving Dinner
Ansonsten haben wir einmal Chilli gekocht, Sushi selbst gemacht, mittwochs ist immer Wings Wednesday angesagt - 2.50$ für 10 wings... 

Sushi night
Was will man mehr? Auch sonst ergibt sich immer irgendwas, sich irgendwo zamzuhocken, Kino, in eine Bar gehen und und und. Donnerstags und Sonntag kann man hier sehr gut feiern gehen. Wir hatten leider immer Mi und Do frei, daher hieß es für uns nach dem Feiern immer arbeiten, aber was solls. Den Spaß lassen wir uns dann doch nicht nehmen. Und da wir diesen Freitag erst um 4 arbeiten müssen, können wir es am Do endlich mal ausgiebigst krachen lassen ;)
Banff Family 2014
Also ihr seht, wir sind ständig unterwegs, immer beschäftigt und Langeweile kam bisher noch nicht wirklich auf. Wir haben tolle Leute, mit denen wir uns eg jederzeit treffen können, kennengelernt, wir selten zuhause, es ist viel los und es ist wunderschön hier. Klar, man muss ein bisschen arbeiten um sich den Spaß finanzieren zu können, aber alles in allem - alles richtig gemacht bisher!

Unsere Sightseeing-Aktivitäten kommen natürlich auch nicht zu kurz. Nachdem wir bei unserem letzten Roadtrip zum Columbia Icefield nicht am Lake Louise waren, war das natürlich das Ziel unserer letzten kleinen Abenteuers. True Canadian experience - wir sind nämlich von Banff dorthin gehitchhiked (sorry Mama!). In Kanada ist per Anhalter fahren längst nicht so verpönt wie in Deutschland, sondern sogar 'üblich'. Alleine jetzt nicht unbedingt, aber zu dritt, und noch dazu mit dem Philipp als erfahrenem Hitchhiker an Board, konnte da gar nichts schief gehen. Nach 5 min hatten wir schon den ersten Ride, es hat alles super geklappt und wir haben tolle Gespräche geführt und wahsninnig nette Leute kennengelernt! So sind sie halt, die Kanadier. Das werde ich in Deutschland defintiv vermissen - wie einfach es hier ist mit anderen Leuten in Kontakt zu kommen und wie nett alle sind. 
Natürlich war nicht nur das Hitchhiking eine tolle Erfahrung, sondern auch der Lake Louise sieht wirklich genau so aus, wie auf den Postkarten und sogar noch ein bisschen schöner. Fototechnisch sind wir mal wieder ein bisschen ausgerastet und ich hab mal wieder 1000000 Fotos gemacht.

Lake Louise

Hitchhiking-Team :D

AMAZING
Leider hat das Wetter nicht ganz mitgespielt, es war ziemlich kalt und geregnet hat es dann auch, also ist der Hike zum Teahouse leider ausgefallen und wir haben uns im Chateau, ja in dem Schlosshotel dort einen teuren Kaffee zum aufwärmen gegönnt und sind dann mit 2 Indern zurück nach Banff gecruist. Eine wirklich tolle Erfahrung! Das werden wir sicher nochmal wiederholen, sowohl das Hitchhiken, als auch den Trip zum Lake Louise. Der Moraine Lake fehlt uns auch noch. Also, wir haben noch was vor ;)

So, das wars auch erstmal wieder. Ich kann euch nur versichern, dass es mir hier sehr sehr gut geht. Gerade freue ich mich wahnsinnig, morgen unsere neue Arbeitsstelle anzutreten (dafür haben wir heute endlich endlich schwarze Schuhe in unserer Größe gefunden... anscheinend haben kanadische Frauen kein 41) und zudem habe ich mir einen NINJA SUIT gekauft. Ja, ihr habt richtig gehört.Was das ist - lasst euch überraschen, es wird bald das eine oder andere Bild damit folgen. Fest steht, ich liebe ihn jetzt schon!!!!!

NINJA-mäßige Grüße aus Banff,
Anna-Lena

Donnerstag, 9. Oktober 2014

Roadtripping

Es ist mal wieder viel passiert in den letzten Tagen und so ganz in Worte fassen lässt sich das alles nicht. So schön die Bilder auch sein mögen, mit der Realität können sie einfach nicht mithalten.
Wir sind hier eigentlich permanent unterwegs und haben auch schon viele wirklich tolle Leute kennen gelernt. wir haben gegrillt, waren was trinken, essen, feiern, einfach nur zusammen rumhängen.. Da vergisst man dann zwischenzeitlich sogar mal, dass man als Housekeeper arbeitet ;)

Mittwochs und Donnerstags haben bzw hatten wir frei, endlich!!! Und da wir nicht hier sind, um in unserer Bude rumzuhocken und weil das Wetter einfach unschlagbar war, waren beide Tage verplant.
Am Mittwoch sind wir zunächst mit einem Arbeitskollegen nach Calgary gefahren. Wir hatten ein cooles Auto und alleine für die Fahrt war es das schon wert. Dort gabs dann ein bisschen Winterschuh- und Walmart-Shopping ;) und auf dem Rückweg sind wir in einen wunderbaren Sonnenuntergang hineingefahren.
Auf der anderen Seite des Zauns sind die Skisprungschanzen
Richtung Rockies
just - awesome!
Heute (Do) ging es dann weiter, den Icefields Parkway entlang. Und so was Schönes habe ich glaube ich noch nie gesehen. Man hätte wirklich alle 10 min anhalten können und jedes Bild wäre noch schöner als das davor geworden. Absoluter Wahnsinn. Wie gesagt, in Worte fassen lässt sich das nicht und ich werde auch nur wenige Bilder hier teilen, da diese bei weitem nicht an die Realität herankommen.
Neon-Pulli <3
Athabasca Glacier

Icefields Parkway

Bow Lake
Bow Lake auf der Rückfahrt
Bow Glacier
Flussbett
Ich hab leider vergessen wie der Creek heißt, aber schön war es ;)
<3 Canada
Es bleibt also spannend hier. Viele Grüße nach Deutschland, heute ohne große Worte!


Mittwoch, 1. Oktober 2014

Die ersten Fotos aus Banff

Heute war unser 1. freier Tag! Also sind wir losgezogen und haben uns mal bisschen was angeschaut!
Vor unserer Haustür
Canadian Flag
Bow River
Just.... wonderfull
Der Wind, der Wind, das himmlische Kind
Downtown Banff
Downtown Banff
Nach dem Sightseeing haben wir uns ins Bars etc beworben. Mal sehen, was dabei rauskommt. Bei einigen müssen wir morgen nochmal wieder kommen. Jedenfalls wars schön, sich mal wieder ein bisschen schick gemacht zu haben.

Montag, 29. September 2014

Das Arbeitsleben in Banff

Die ersten 5 Arbeitstage als Housekeeper sind nun vorbei. Housekeeping ist halt... Housekeeping, auf gut deutsch Putzfrau. Nach den 5 Tagen sind wir Vollprofis im Bettenmachen, Bad und Küche putzen, im dusting und vacuuming. Man hat man dann doch schon einige Leute kennen gelernt und für sich herausgefunden, mit wem man besser und mit wem man schlechter zusammen arbeitet. Da eh eg alle iwie neu sind oder noch nicht lange da ist das alles ein bisschen wirr, aber es funktioniert irgendwie. An sich sind alle sehr nett, und an Deutschen mangelt es dort auch nicht. Irgendwie ziehen die sich hier alle magisch an. Aber wie kann es auch anders sein, wenn man die Facebook-Gruppen verfolgt will jeder nach Banff oder ist schon da. Da es kein besonders großer Ort ist, muss man sich ja über den Weg laufen. Sonst arbeiten viele Filipinos im Housekeeping und einige Afrikaner (für uns nicht genauer zu definieren, woher). Manchmal ist da die Kommunikation etwas schwierig, da das Englisch bei einigen doch nicht so super ist bis dahin, dass kein Gespräch möglich ist. So gemein das klingt, aber das ist halt doch ein ganz anderes Bildungsniveau, als wir sont so gewohnt ist. Das sind dann eher unkommunikative, öde Arbeitstage. Aber so ist das halt, außerdem sind wir ja hier, um unseren Horizont mal ein bisschen zu erweitern und über den Tellerrand rauszuschauen. Nett waren sie bisher eg fast alle.

Zeit, wirklich mal Banff anzuschauen haben wir ja bisher noch nicht wirklich gehabt. Nach der Arbeits einkaufen und mal ein bisschen rumgucken, klar, aber bis gestern war uns nicht bewusst, dass es hier z.B. einen Fluß gibt und nen See (die wir immer noch nicht gesehen haben, aber er ist wohl da ;) ). Unsere Staff Accom ist Downtown und das ist natürlich ziemlich praktisch. Man kann hier sowieso überall hinlaufen, dass macht einkaufen etc natürlich sehr einfach (außer natürlich zum Hotel, das ist leider auf einem Berg. Also werden wir entweder von den anderen Deutschen aus unserer Staff Accom mitgenommen (das ist natürlich super praktisch) oder eben mit dem Bus).
Das ist auch wieder eine Sache, die Staff Accom. Aber man gewöhnt sich an alles, was man so nach den paar Tagen hier sagen kann. Immerhin sind die Krissy und ich zusammen in einem Zimmer :) Seit wir hier wohnen, geben wir auch viel weniger Geld aus. So weit so gut. Trotzdem wir der erste Paycheck mit Sehnsucht erwartet ;) - endlich mal ein 'Plus'.

Nach Skisachen haben wir uns an den Abenden auch schon ein bisschen umgesehen und auch bereits Handschuhe und eine Skihose erstanden. Das war ok vom Preis, da haben wir wohl ein Schnäppchen gemacht, den sonst ist das hier eher ein teurer Spaß. Die Gerüchte, dass es hier günstiger ist, kann ich soweit noch nicht bestätigen. Selbst für richtig abgefuckte Rentals vom letzten Jahr wollen die hier noch 400 Dollar. Ganz schön heftig. Und dann hab ich noch keine Schuhe und keine Stöcke und keine Jacke. Sparen an Jacke etc kommt eg nicht in Frage, denn wenn es hier -30 Grad wird, möchte ich kein Scheiß Zeug haben. Am Samstag ist ein Skimesse, da werde ich nochmal die Lage sondieren. Ich habe beschlossen, auf die Suche nach nem 2. Job für so 2 oder 3 Abende die Woche  zu suchen. Das wird zwar hart, aber dann bleibt dann hoffentlich vom Geld noch ein bisschen übrig, damit unser Roadtrip im Frühling starten kann unf auch, damit ich nicht die 10 Jahre alten Ski fahren muss.
Die Jobsuche haben wir jetzt auf Mittwoch verschoben, da alle Copyshops wo man drucken kann nur bis 5.30 aufhaben. Und, weil wir mit den anderen Housekeepern was gemacht haben und tatsächlich einfach zu müde waren ;) Aber wahrscheinlich ist es eh besser, mal an einem ruhigen Mittag mal irgendwo reinzuschneien. Wir werden sehen. Da ich effektiv ja nicht muss (das ist wirklich eine Umstellung, mal nichts wirklich zu müssen), sondern es nur schön wäre mehr Geld zu haben... dahin geht es mit uns, laut Aussage der anderen Deutschen ändert man schon so ein bisschen seine Grundeinstellung. So weit nicht tragisch. Ein bisschen Angst hab ich vor der Welle der Deutschen, die hier bald anstürmt, aber ich hoffe, wir sind noch ein bisschen vor den Massen dran. Am Samstag ist nämlich eine Jobfair und ab da wirds wohl voll. Aber Kanada ist auch Kanada. Hab zwischenzeitlich noch ein paar weitere Jobangebote bekommen und somit mache ich mir eg grade noch keine Sorgen. Wenn man nicht wählerisch ist, geht alles.

Also, keep your fingers crossed dass die Restaurants hier natürlich nur uns, und zwar genau uns einstellen wollen! ;D ;D ;D
Anna

Donnerstag, 25. September 2014

1. Arbeitstag in Banff


So, jetzt sind wir endlich in Banff angekommen. Die Fahrt war echt lang (850 km durch die Berge bei Regen)...Wenn das Wetter nicht gar so schlecht gewesen wäre, wäre das so wunderschön gewesen auch mal anzuhalten oder so, aber so hatten wir dazu irgendwie wenig Lust und haben aus dem Autofenster die vielen vielen Seen und die unedlich vielen Bäume beobachtet. So viele Bäume hab ich echt noch nie gesehen. Die 2 Mädels die uns mitgenommen haben waren sehr nett (und studieren auch in Freising... das war Zufall und irgendwie echt lustig) und wir haben uns gut unterhalten auf der Fahrt. Außer einem längeren Stopp mittags und nachmittags nochmal einem kleinen Stop sind wir so gut wie durchgefahren, aber mit Zeitumstellung wars dann doch halb 11 als wir angekommen sind.
Und natürlich - war ja klar - wussten sie an dem Hotel dann doch nicht Bescheid dass wir einen Tag früher kommen (haben wir ja nur am Telefon gesagt und per E-Mail mit der Antwort, kein Problem, ihr dürft direkt in die Staff Accomodation ziehen). Aber immerhin haben wir für die Nacht ein Hotelzimmer bekommen (mit Bezahlung on hold - wenn sich alles klärt müssen wir nichts bezahlen, sonst 160$). So toll fanden wir das nicht, aber nunja, uns blieb ja wenig anderes übrig. Essen hatten wir natürlich auch nicht, also haben wir nur restliche Nüsse und Kekse zu Abend gegessen. Zum Glück hat sich dann heute morgen alles geklärt, wir haben unsere neue Chefin getroffen, 10000 Sachen ausgefüllt und dann begann unser 1. Arbeitstag als Housekeeper. Ohne Frühstück naürlich auch noch war das nicht optimal, aber man kann ja nicht alles haben. Wir wurden sehr sehr genau eingewiesen (ja, für etwas blöd wird man gehalten), aber sehr sehr nett sind sie alle und wir haben auch schon einige Zimmer geputzt heute. Und, wie soll es anders sein, auch hier sind einige Deutsche.Das Projekt Natives Treffen werden wir nächste Woche oder so mal im Pub starten.
Das Hotel an sich ist wirklich rießig und die Zimmer sind auch toll, teilweise sogar Suiten mit ungefähr 6 Betten. Man hat zu tun. So viel steht fest. Also wir schwelgen gerade noch im Luxus unseres 'normalen' Zimmers (+ reißige Küche, Couch, Mega Fernseher... Ihr versteht schon, alles drum und dran) bis wir morgen dann umziehen müssen. Glücklicherweise ist der Verantwortliche im Urlaub, also wohnen wir zum Staff Accomodation Preis noch eine Nacht im Zimmer. Glück gehabt. Dort ist es dann wohl nicht mehr ganz so toll, aber auszuhalten. Mittags haben wir uns dann aus dem Grocery Store direkt am Hotel (Die Stadt an sich ist ein Stück weg) sehr leckere Mikrowellenkost geholt (einmal und wirklich NIE wieder)... Aber nach 2 ausgefallenen Essen ist man nicht mehr wählerisch. Trotzdem, die Gelüste nach Obst waren sehr ausgeprägt, vor allem dann gegen Ende des Tages.
Hier sei erstmal Respekt für alle Putzfrauen der Welt ausgesprochen, die das ihr Leben lang machen - ich glaube man gewöhnt sich auch etwas dran, aber es ist doch super anstrengend immerzu hin und herzurennen und alles perfekt herzurichten, Bad putzen, Betten machen, Towels austauschen etc. und dabei auch noch schnell zu sein!!! Etwas fertig sind wir nach Arbeitsschluss um 5.30 los in die Stadt. Und Banff ist so toll!!!!! Wirklich wunderschön. Ich glaube, hier gefällts uns. Zur Feier des Tages sind wir in ein paar Geschäfte und haben auch gleich ein Schnäppchen beim Handschuhkauf gemacht. Unser 1. Ski-Untensil und das für umgerechnet 40 Euro. Gore-Tex Handschuhe in denen einen angeblich auch bei -30°C nicht kalt wird. Das werden wir austesten. Es fühlt sich auch einfach so gut an mal nicht immerzu aufs Geld zu schauen und sich nichts zu gönnen. Danach sind wir zu Boston Pizza, haben Burger gessen und ein wirklich gutes Bier getrunken (ca. 0.75L für den Spot-Preis von 6.99$) zur Feier des Tages. Verhältnismäßig haben wir heute die Sau rausgelassen ;) Unser Obst haben wir auch endlich gekauft, also kann ja morgen nichts mehr schief gehen wenn wir endlich auch gescheite Brotzeit haben ;)

So. Es ist spät und wir müssen morgen wieder arbeiten, daher, machts gut, bis bald! Viele Grüße auf Banff, Alberta und schlaft ihr auch gut!

Dienstag, 23. September 2014

Vorbereitung für Banff

Wir haben noch einige weitere schöne Tage in Vancouver verbracht. Nachdem wir den Grouse Moutain hochgeklettert sind musste etwas entspannteres her, also sind wir am Samstag Nachmittag (nachdem ich den gesamten vormittag beim Arzt verbracht habe) zum Wreck Beach gefahren. Das ist ein 'clothing optional beach', also teils FKK und auch sonst etwas alternativ angehaucht - hier raucht jeder (öffentlich) Gras und auch getrunken wurde, obwohl das ja hier eigentlich verboten ist. Aber die Atmosphäre war toll und wir haben uns ein schönes Plätzchen gesucht und ein paar entspannte Stunden dort verbracht.
Wreck Beach
Auf dem Rückweg haben wir uns den UBC (University of British Columbia)-Campus angeschaut. Das ist mehr eine Stadt als ein Uni. Ziemlich cool. An der Bio-Fakultät sind wir auch gleichmal vorbei gekommen und es war direkt dort ein Starbucks ;) Faden wir schon sehr cool.
UBC Campus
Da gestern das Wetter nicht so der Burner war, haben wir vormittags erstmal mit der Krissi geskyped und uns dann mittags aufgemacht. Nachdem waxing hier so unglaublich günstig ist (23$ lower legs) haben wir uns das gegönnt bevor es nach Banff geht. Danach waren wir leckeres (günstiges!) Sushi gegessen und sind nochmal zumStanley Park, weil wir die Totem Poles noch nicht angeschaut hatten.
Totem Poles: Die verschiedenen Figuren haben auch jeweils eine bestimmte Bedeutung.
Ja... Wir sind Touristen ;)
Und dann haben wir einen sehr glücklichen Moment erwischt. Das Licht war absoluter Wahnsinn (kurz vor dem Sonnenuntergang) und ich hab sehr sehr viele Fotos gemacht und verschiedene Sachen mit meiner Kamera ausporbiert. Das ist dabei herausgekommen:
So schön!
Ohne Filter
Etwas dramatischewr
Blick auf den Canada Place
Mit den Wolken schaut das ziemlich cool aus.
Absolutely Amazing!
Ohne Filter!!
Ab hier hatte ich leider Dreck auf der Linse, ohne es zu merken. Daher ist das leider das einzige gute Foto von dem Süßwasser-Teich, den sie dort angelegt haben.
So. Gerade eben haben wir gepackt. Kleines Abenteuer an sich... Aber es ist alles wieder im Rucksack verstaut, den morgen geht es nach Banff. Der Ernst des Lebens hat uns wieder ;)

Bye bye, beautiful Vancouver! We'll be back!